Nicht dem Leben mehr Tage geben, sondern den Tagen mehr Leben!

Im Blick auf die Begrenzung des Lebens wird seine Kostbarkeit besonders erfahren.
Bewußt gelebt, kann der Tod als Teil des Lebens neu gesehen und angenommen werden.
Das ist ein wichtiger Aspekt unseres persönlichen und gesellschaftlichen Lebens. Damit setzten wir uns in der Hospizarbeit auseinander und möchten die Themen Tod und Sterben, Abschied und Trauer sowie das Leben danach neu ins Gespräch bringen. Das verbindet uns mit vielen Menschen und der Hospizbewegung.

Unser Verständnis beruht auf den christlich-humanistischen Grundwerten wie Akzeptanz, Achtung und Wertschätzung eines jeden Menschen, unabhängig von seiner religiösen und ethnischen Zugehörigkeit.

Aus dieser Grundhaltung heraus versuchen wir Menschen in schwerer Krankheit, in Abschied und in Trauer zu begleiten und ihren Angehörigen zur Seite zu stehen.

Durch Besuche, Gespräche, Beratung und Unterstützung möchten wir schwerkranken und sterbenden Menschen ein würdevolles Leben bis zuletzt in vertrauter Umgebung ermöglichen.

Mit diesem Ziel hat sich im Jahr 1992 aus Mitgliedern der Kath. Kirchengemeinde „Zu den Heiligen Engeln" die Hospizgruppe Lemförde gegründet.
1993 ist mit den beiden Clemensschwestern Sr. Irmtrudis und Sr. Irmhild der Hospizverein entstanden, der in der Trägerschaft der Kath. Kirchengemeinde steht.
Als zusätzliches Angebot gab es von 1994 bis 2004 eine Hospizwohnung, mit der es möglich wurde sterbende Menschen auch stationär zu versorgen und zu betreuen.

Am 21.Juni 2007 wurden Sr.Irmtrudis und Sr. Irmhild  für ihr Engagement in der Hospizarbeit mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Die Verleihung fand in einem festlichen Rahmen im Schloss Bellevue in Berlin statt. Herr Bundespräsident Horst Köhler überreichte das Verdienstkreuz an die beiden Clemensschwestern.